Wie läuft sich eigentlich…

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16/03/2015 von Transalpiner

…Mallorca?

In loser Folge bewerten wir Lauf- und Trainingsreviere in Deutschland und sonstwo.

Kurzum
Mallorca aka Malle aka das 17. deutsche Bundesland ist toll. Und hat deutlich mehr zu bieten als Sangría aus Eimern, Prolls und Hotelburgen. Wir sind ganz und gar verzückt von der wilden Landschaft, die ansehnlichen Bergen, den vielen Trail- und Fahrradmetern, der super Infrastruktur und den vielen Annehmlichkeiten einer sonnenreichen Frühlingspreview im Februar.

Reisezeit
Wir waren bisher nur im Zeitraum Januar bis März auf Mallorca. Das passt fast alles. Man entflieht dem üblen Grau Deutschlands oder kann sich nach einem schnee- oder skireichen Winter die ersten Frühlingsgefühle bereiten. Trotzdem kann es, gerade wenn man im Januar oder frühen Februar unterwegs ist, auch noch recht frisch werden oder sehr wechselhaft sein – insbesondere in den Bergen liegt gern mal Schnee bzw. die Temperaturgefälle zwischen Strand und Gipfel fallen beträchtlich aus. Dazu muss man den Inselwind einkalkulieren, der die Windshill-Temperatur mächtig drücken kann. Ab Anfang / Mitte März kann man wohl nichts mehr falsch machen. Das einzige, was im Herbst dann noch schöner sein muss: Warmes Mittelmeerwasser für das Bad danach…

Laufen/Trail
Mallorca ist schon lange Touri-Ziel – und das merkt man auch. Neben Sportanlagen in Hotels und den größeren Orten, gibt es überall gut ausgebaute Fußgängerwege, Strandpromenaden und auch belaufbare Radwege. In der Nebensaison ist es dazu sehr leer. Die Asphaltjunkies unter euch können deshalb voll aufdrehen und über die ganze Insel steppen – flach oder profiliert, wie es beliebt.

Man glaubt es auf den zweiten Blick: Malle ist ne echte Trailperle. Die Serra de Tramuntana, der Gebirgsrücken, der sich von Süd-Westen bis zum Norden zieht, bieten einen üppig ausgebautes Wanderwegenetz, für das es Karten und Online-Tracks ohne Ende gibt. Und: es ist SO schön! Bizarre Felsen, tiefgrüne Auen, Flussbetten, piniengesäumte Trails und Forstwege, überall Mandelblüten, einsame Ziegenpfade mit den entsprechend wilden Bewohnern drauf und ausreichend Höhenmeter wollen auf 100 km eingesammelt werden. Und wo immer ihr auf dem Berg steht, gibt´s mindestens den weiten Blick ins Land oder einen fantastischen Meerblick! Auch beachtlich: trotzdem die Insel relativ klein ist – verglichen mit Sardinien oder Korsika – ist der höchste Berg, Puig Major, satte 1450 m hoch. Und alle Trailis unter euch wissen: Oft sind die Mittelgebirge die wirklichen Herausforderungen!

Radfahren
Triathleten und Radfahrer SCHWÖREN auf Mallorca. Nicht ohne Grund: Die Insel verfügt über ein gut ausgebautes Straßen- und Wegenetz, die Routen sind leer, die Autofahrer ein Traum an Rücksicht und Gelassenheit, man kann ausreichend lange Strecken „flach“ (man nennt es auch Mallorca-flach, dabei kommen auf 100 km gern man fünf-sechshundert HM zusammen) aber auch bergige Strecken fahren. 14 Tage fährt man problemlos keine Strecke doppelt. Mit dem Radprovider Hürzeler bekommt man zudem überall auf der Insel sehr taugliche Rennräder in verschiedenen Tolligkeitsausführungen, also Alu oder Carbon, die zudem auch sehr nett gewartet und eingestellt werden. Auch das zu einem vernünftigen Preis, bei dem es sich nicht wirklich lohnt, das eigene Rad mitzuschlurren.

Highlights: Sa Calobra, Küstenklassiker, Orient, Randa, Cap Formentor – ihr werdet das finden, jeder kennt das da.

Hinkommen
Wenn man sich sowieso den Luxus eines Kohlenstoffdioxidreichen Fluges gönnt, ist Mallorca eine relativ sparsame Wahl. In nur 2 Stunden kann man von allen größeren Flughäfen Deutschland für einen schmalen Taler auf die Balearen-Schönheit jetten. Vor Ort braucht man dann nur Füße & Bike. Gut organisierte Shuttle machen einen Mietwagen überflüssig – bezahlbar ist das auch; von Palma (Süden) bis Alcúdia (ganz im Norden) kostet der Transport inkl. Rad nen Zwanni. Am Zielort bzw. für kürzere Strecken auf der Insel gibt´s Busse. Von Insel zu Insel taugen Fähren, die ganzjährig fahren. In der Nebensaison sollte man Shuttle und Co. im Voraus buchen, da deutlich weniger zur Verfügung steht.

Wohnen & Essen
An Kost & Logis scheiden sich oft und nicht grundlos die Geister. Ein Glück gibt´s auf Malle Diverses: von Pension über All-inkl-Anlage, Bauernhof-Tourismus, Ferienhaus bis Bettenburg kann alles gebucht werden. Unser Verein A3K-Berlin hatte sich im Pollentia Club Resort eingemietet, einer 4-Sterne-Familien-Anlage direkt eingeklemmt zwischen Meer, Vogelschutzgebiet, Alcúdia und Pollentia – situiert im Norden der Insel. Zu einem unglaublich günstigen Preis (35 Euro inkl Halbpension – wie geht das?) bekam man ziemlich viel: Unterkunft in kleinen Wohnungen oder Zimmern, Riesenbuffets, einen schimmtauglichen Pool mit 24-m-Bahnen, noch einen Pool, sehr nettes Personal, das einem alles recht machen wollte, Bars, TT, einen Hürzeler Radladen direkt auf der Anlage, Tennis und, und, und. Kurzum: Empfehlenswert – insbesondere wenn man mit größeren Gruppen unterwegs ist und nüscht tun will außer Sport machen, essen, rumlungern, Sonne genießen und schlafen. Als Individualreisender würde ich in einen solchen Club wohl eher erst Ü70 reisen 🙂

Die mallorquinische Küche ist lecker: reichlich Gemüse, Fisch, Schwein (von freilaufenden schwarzen Schweinen), schmacko Törtchen, Flan, lecker Kaffee. Wichtig wie überall: Nicht rumgeizen am Essen und allen geht´s gut: Euch, den Tieren, den Produzenten! Wenn man ein wenig darauf achten möchte, was auf den Tisch kommt und wo das Essen herkommt und, vor allem, wie es produziert wurde, empfiehlt es sich, lieber ein Ferienhaus zu mieten und selbst zu kochen. Im Clubressort hat man da am Buffet nicht die Wahl.

Fazit-Fazit
Laufbar +++, Trailbar ++++, Fahrbar +++++, Essbar +++(+ Selbstversorgung), Trinkbar +++(+), Bezahlbar +++++, Erreichbar ++++ – Geil!

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